Laut WEF mangelt es Blockchains immer noch an Interoperabilität für den Einsatz in Unternehmen

In den letzten Jahren hat die Integration der Blockchain-Technologie in einer Vielzahl von Branchen zugenommen. Daher sind mittlerweile weltweit Hunderte verschiedener Blockchain-Netzwerke in Betrieb. Zum größten Teil sind die meisten dieser Blockchains jedoch nicht in der Lage, auf eine Weise miteinander zu kommunizieren, die eine effiziente Verwendung für Unternehmenslösungen ermöglicht. Laut dem Weltwirtschaftsforum (WEF) ist der derzeitige Grad der Blockchain-Interoperabilität für solche Implementierungen immer noch zu niedrig.

Am 9. April veröffentlichte das WEF ein Weißbuch zur Blockchain-Interoperabilität im Rahmen seiner umfassenderen Untersuchung der Blockchain-Bereitstellung für Lieferketten. Das Papier wurde in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Big Four, Deloitte, verfasst und unterstreicht die Notwendigkeit der Interoperabilität sowie das Ausmaß, in dem verschiedene Blockchains in ihrem gegenwärtigen Zustand miteinander interagieren können.

Die Interoperabilität für private Blockchain-Netzwerke bleibt unausgereift

Nach den Erkenntnissen des WEF wurde das Problem der Blockchain-Interoperabilität hauptsächlich im Zusammenhang mit Bitcoin Trader angegangen. Private oder sogenannte erlaubte Blockchains wurden deshalb angeblich beiseite gelassen.

In dem Bericht stellte das WEF fest, dass sich die meisten Interoperabilitätslösungen auf zwei große öffentliche Blockchains konzentrieren – Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) -, während spärliche Entwicklungsaktivitäten in Bezug auf genehmigte Blockchain-Plattformen beobachtet wurden.

Das WEF schrieb:

„In öffentlichen Blockchains befindet sich die Interoperabilität seit vielen Jahren in der Entwicklung – zum Beispiel Cross-Chain, Sidechains, Proxy-Token usw. Angesichts der Interoperabilität zwischen Unternehmen besteht jedoch eine größere Herausforderung und gleichzeitig eine viel größere Chance. Klasse erlaubte Blockchains. “

Das WEF betonte, dass das derzeitige Interoperabilitätsniveau für Blockchain-zu-Blockchain-Lösungen „für den Einsatz in Unternehmen noch nicht ausgereift ist“.

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Interoperabilitätsorientierte Projekte

In dem Bericht erwähnten das WEF und Deloitte mehrere Blockchain-Plattformen und Technologiefirmen, die sich auf Interoperabilitätsprobleme konzentrierten, darunter große Industrieprojekte wie Cosmos und Polkadot. Die Stiftung wies jedoch weiterhin darauf hin, dass Relais-Interoperabilitätssysteme wie Cosmos und Polkadot nur für erlaubnislose Blockchains verwendet wurden. Sie geben an, dass „es niemandem gelungen ist, Interoperabilität für andere Blockchain-Plattformen als Bitcoin und Ethereum zu schaffen“.

Die Organisation erläuterte auch, dass das Blockchain-Netzwerk von Hedera Hashgraph, Hedera Consensus Service, das im Februar 2020 gestartet wurde, „vielversprechend für die Interoperabilität von Blockchain zu Blockchain erscheint“. Das WEF stellte fest, dass die Plattform die Möglichkeit bietet, in jedem Hyperledger Fabric-Netzwerk einen kostengünstigen und effizienten Bestellservice einzuführen.

Darüber hinaus bewertete das WEF die Blockchain-Interoperabilitätsarbeit globaler Technologiegiganten. Laut der Organisation ist Microsoft der einzige Branchen-Titan, der bisher Blockchain-Interoperabilitätslösungen für große Technologieanbieter wie IBM, SAP und ORACLE auf den Markt gebracht hat. Insbesondere verwies das WEF auf die Partnerschaft von Microsoft mit Nasdaq, um eine Lösung für das Nasdaq Financial Framework zu schaffen. Mit diesem Framework können Benutzer verschiedene Blockchains über eine gemeinsame Schnittstelle bereitstellen.